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Überflieger bedeutet, dass die Heranwachsenden, die hier zusammen  leben und wohnen, die Bilanz ihrer meist ungünstig bis traumatischen Erlebnisse bisheriger Sozialisation noch einmal deutlich  verändern  können.

Über das Lernen und Erleben neuer familialer Beziehungen, soll feed-back–mäßig eine Korrektur stattfinden, die die  Identitätsentwicklung der Jungen und Mädchen  vorteilhaft erfasst.

Zugewiesene schmerzhafte und schädigende verinnerlichte psychische „Irrtümer“ (“ich bin schlecht“, „ich bin an allem schuld“, u.a.) sollen aufgegeben werden.

Ziel ist es  – „überflieger-ähnlich“ den  entschlossenen  Spurwechsel  eines  bisher negativen  Lebensgefühls zu vollziehen.

Rechtsgrundlage:       §§ 19,27,34, und 36 SGB VIII, in Einzelfällen auch §§ 35a und 41 SGB VIII

 

Unser Kleinstheim ist eine  pädagogische, familienorientierte und sozialtherapeutische Einrichtung.

 

Es ist durch erfolgreiche Erziehungsleistung - ursprünglich als Erziehungsstelle (ab 1996) - bei wachsender Nachfrage für freie Plätze stetig und natürlich  zum Kleinstheim gewachsen.

 

Hier wohnen zur Zeit neun Jungen und Mädchen in selbsteingerichteten Einzelzimmern.

Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche zwischen sechs und sechzehn Jahren.

 

Das Besondere an unserem Kleinstheim ist die Rund-um-die-Uhr-Anwesenheit vertrauter Bezugspersonen.

Der Leiter und seine Ehefrau wohnen als immer ansprechbares „Elternpaar“ im Haus.

Die pädagogischen Mitarbeiter klinken sich nahtlos mit individuell abgesprochenen Zeiteinheiten in die Betreuungsarbeit ein.

 

Wie wir arbeiten

 

Zahlreiche gefährdete Kinder und Jugendliche haben ein negatives Selbstbild.

Offene Kommunikation ist meist gehemmt.

Neben den gebotenen familienähnlichen  Lebensverhältnissen sollen Gruppenprozesse

Ergebnisse wie Identitätsbildung, soziale Anerkennung und Handlungskompetenz bewirken.

Durch Resonanz in der Gruppe kann

- ein negatives Selbstbild korrigiert

- die Beziehungsfähigkeit gestärkt

- emotionale Beweglichkeit forciert

- Autonomie und Entscheidungsfähigkeit gewonnen

        und Verantwortlichkeit angenommen werden.

 

Unsere Ziele

 

Die gebotenen pädagogischen/sozialtherapeutischen Hilfen gestalten sich je nach der Rückführungsperspektive in die Herkunftsfamilie vorübergehend oder auf Dauer.

Allgemeine Ziele sind

- Bereitstellung eines dauerhaften Lebensortes

- Aufarbeitung bisheriger Erziehungsdefizite

- Nachsozialisation über emotionale "korrigierende Erfahrungen"

- Aufbau sozialer Kompetenz

- eventuell Rückführung in die Herkunftsfamilie

- Vermeidung unnötiger (stigmatisierender) stationärer Therapien

- Verselbstständigung